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Sarah Lalee über „The Indigo“

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Clara Jung darüber, wie es ist, wenn 4 Mädchen eine Band gründen...

Kreativer kann Rock ´n Roll nicht mehr sein...“

- 24. Spektakulum in Herne



Es ist Freitag, der 27.8. 2010.Pünktlich zum Start des 24. Spektakulums des Muikertreff e.V. aus Herne reißt Petrus den Himmel auf und schickt die Wolken in den Süden. Das das nicht den ganzen Abend und überhaupt nicht das ganze Festival über so blieb, wollte man in diesem Moment nicht so richtig glauben. Zugegeben, es war ein wenig kalt, an diesem Freitag Abend und und der kleine Wind sorgte schon für das typische Festivalwetter, dass man diesen Sommer irgendwie ja auch schmerzlich vermisst hat. Doch man sollte nie nie sagen...


Hinter der alten Villa sorgte Petrus mit ein wenig Regen auch dann dafür, dass der Festivalschlamm da war und man sich so richtig wohl fühlen durfte. Die wenigen Gäste jedenfalls, die da waren, sorgten für gute Laune.


Narcotic Effect, die vom musikalischen her sehr an Limp Bizkit erinnern, lieferten als zweite Band eine beachtliche Leistung ab. Es war für den zweiten „Spektakulum-Auftritt“ der Band keine herausragende, aber eine solide Leistung.


Why Amnesia hingegen setzten die Messlatte dann allerdings für die kommenden Bands des Bands und auch für die am Samstag hoch. Die Band um Sängerin Katinka spielte ein ein gewohntes Programm mit alten , aber auch neuen Songs aus dem gerade erschienenen Album. Und spätestens wenn sie ihre Version von „Sweet Child“ anstimmen, weiß man, warum die Band im Halbfinale des Emgerenza 2010 stand. Rock ´n´Roll pur und das mit Frauenpower.


Diary als Nachfolger waren ein perfekter Begleiter zu Bier und Pommes Mayo. Stimmlich und musikalisch sicher Top, sollten sie dringend an ihrer Show etwas feilen, um sich weder von einem Schotten noch vor einer Gastsängerin diese stehlen zu lassen. Die Könige danach zeigten ihnen wie es funktionierte.


Man kann mit Recht sagen, dass King´s Tonic die Monarchie erfunden haben. Zumindest was den Rock angeht und sie wollen sich auch nicht vom Thron stoßen lassen. Was die Jungs abgeliefert haben, war eine rockige, punkige Show mit Lichteffekten, so dass dieser Freitag Abend trotz weniger Besucher entspannt zu Ende gehen konnte.


Das das gute ja immer zum Schluss kommt, war man also auf den Samstag gespannt. Der etwas für die „ältere Generation“ angedachte rockige Tag sollte u. a. mit den alten Herren von „Helldecker“ beginnen und mit den Jungen von „Jesus on Extasy“ enden.n.n.n. Doch dazu kam es nicht, denn die Götter hatten mit dem Stennert anderes vor. Das 24. Spektakulum sollte in die Geschichte schreiben, noch bevor es zu Ende war . Der Himmel , noch selig und glücklich strahlend bei den rockigen, vertrauten Klängen von Helldecker , schickte dunkle Wolken, Platzregen und Blitz und Donner bei „Lazy Jane“. Man entschied sich für einen Abbruch des gesamten Festivals, die Sicherheit auf dem Gelände für Gäste und Musiker ging vor.


Davon unbeeindruckt blieb das Publikum, das danach nur wenige Abgänge zu verzeichnen hatte. Es blieb bis zum Schluss und sicher noch darüber hinaus. Nicht zuletzt auch weil „Jesus on Extasy“ als absoluter Headliner des Festivals ihren Fans das gaben, was sie wollten. Musik.


Zwar nicht auf der Bühne, sondern vor der alte Villa. Hinter dem Haus drängten sich die Fans, als die Band ihr Bestes gab. Und diese, gut geschützt und dem Wetter trotzend , machte die 24. Auflage unvergesslich. Wozu gibt es schließlich Fenster in einem Proberaum? Ja , ihr habt richtig gelesen. Fenster. Mit ein bisschen Knast - Atmosphäre im Rücken spielten die Jesus – Jungs in ihrem Proberaum und die Fans standen draußen und dankten es ihnen.


Manchmal muss man eben kreativ sein, auch im Rock ´n Roll. Mit diesen Worten freuen wir uns nächsten Jahr ein Vierteljahrhundert Spektakulum zu feiern und wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, wird es – wie immer – großartig.



Christine Güßregen
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